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  • Namosh

    Namosh. Sein künstlerischer Werdegang beginnt 1981 in einem Dorf in Süddeutschland mit seiner Geburt. Breakdance, Songtexte, ein paar selbstorganisierte Auftritte in der Schule: Er schreibt schnell die ersten Kapitel einer guten Künstlerbiographie. Mit 18 zieht er nach Berlin, wie es sich gehört, will da aber vor allem Malen. Daraus wird leider nichts, der Vierspurrekorder fordert schon im ersten Jahr zu viel Aufmerksamkeit. Stimme, Percussion, Keyboard – die letzte Spur füllt sich 2002 mit der ersten eigenen Drummachine. Spätestens jetzt wird die Malerei abgehängt, die Musik hat den Blinker links gesetzt und die Lichthupe im Anschlag. 

    Erster Auftritt mit dem Posaune-Cello-Gesangs-Trio Moccatongue (eher experimentell), elektronische Soloshows und Samplerbeiträge. 2004 wird das selbstbetitelte Minialbum Namosh auf Pale Music geboren. Es prägt den Sound des Künstlers nachhaltig; oder umgekehrt, das bleibt eleganterweise offen. 

    Zwei Jahre später folgt über Bungalow Records das erste Solo auf Albumlänge. Moccatongue (2006) vollendet die Farbpalette des Bildes, das Cold Cream schon 2005 skizziert hatte; dass die berühmteste isländische Künstlerin es zu ihrem Song des Jahres kürte, sagt viel weniger aus als das Lied selbst. Seit Jahren macht Namosh sich einen Namen in der internationalen elektronischen Musik- und Performance-Szene. Schon immer will  er nicht nur ein Schöpfer sein, sondern Teil eines Dialogs, in dem er durch (und in) Gesang und Tanz seine Ausdrucksform gefunden hat. Nun ist er damit auf einem ersten Höhepunkt seines Schaffens, daher naht das Unvermeidliche: Das zweite Album. 

    Keep It for Later erscheint 2009, knüpft an die ruhigen Songs des Vorgängers an und macht ihr Gefühl auf Albumlänge spürbar. Es sagt eine tanzbare Gegenhälfte voraus, die zu entstehen beginnt. Namosh lebt weiterhin für das Livespielen, die Arbeit an der Kunst selbst nimmt aber immer mehr Raum ein. Schließlich werden die Auftritte weniger; am Ende dieser Entwicklung steht ein dreijähriges musikalisches Einsiedlerdasein. Ab 2013 passiert alles nur in und um Namosh.

    2016 ist es plötzlich soweit: Der Kessel, der sich immer weiter gefüllt und verändert hat, gießt aus und bildet ein Album. Die Erkenntnisse aus der musikalischen Abgeschiedenheit fügen sich in Form. Alles ist plötzlich eins.

    Gleichzeitig mehr Electro-Funk, Pop und ost-anatolischer Einfluss – wie soll das funktionieren? Und wie funktioniert sowas? Keine Ahnung. Viel interessanter: Funktioniert das? Natürlich. 

    Die Einflüsse lassen sich auch gar nicht genau ausmachen. Basslines und Drums scheinen aus dem Funk zu kommen, Percussion und Synthesizer klingen eher nach Freestyle oder Breakdance. Auf welchem Weg seine Sounds und Ideen ihren Einfluss finden, wird Namosh nicht einmal selbst beantworten können. Belassen wir es also bei einer alten Phrase: Das Album spricht für sich. Ein lustiger Spruch, wenn man einige Absätze darüber geschrieben hat.

    Music Muscle erscheint im September 2017. Danach folgt die Welttournee. Denn wie jedes seiner Alben hat Namosh Music Muscle für die Bühnen geschrieben, auf denen er lebt.


    Namosh

    Music Muscle - September 2017

    Weltpremiere «

    Weltpremiere Music Muscle

    Namosh — Monster Ronson's Ichiban Karaoke, Warschauer Str. 34, 10243 Berlin — 24 May 2017 / 09:00:00

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